Die Sohlplatte ist gegossen

Die Sohlplatte ist gegossen

Es geht Schlag auf Schlag bei unserem Landhaus.
Diese Woche konnten die Bauarbeiten bereits beginnen. Ursprünglich war April angedacht, doch unser Bau wurde kurzerhand vorgezogen da unsere Gemeinde die Bauanzeige so schnell bearbeitet hat und die Baugenehmigung vorlag.

Erdarbeiten

Anfang der Woche starteten die Bodenarbeiten. Es musste etwas mehr ausgekoffert werden als in der Bauleistungsbeschreibung bei Tönjes & Meichsner enthalten war. Damit hatten wir aber gerechnet. Unser Bodengutachten legte eine Spanne von 40-150cm nahe – nicht sehr hilfreich, ich weiß – am Ende wurden im Schnitt etwa 80cm ausgekoffert.
Entsprechend mussten ein paar Laster Sand zusätzlich abgefahren werden. Bisher bewegen wir uns aber im Rahmen des Puffers, den unsere Beraterin bei T&M einkalkuliert hatte.
Generell kann ich an dieser Stelle schon einmal sagen, dass bisher alles was wir im Vorfeld an Kalkulation erhalten haben ziemlich gut hinkam. Die Baukostenaufstellung die T&M uns im Vorfeld bereitgestellt hat war nach aktuellem Stand ziemlich vollständig und auch akkurat von der Berechnung. Es kann natürlich noch viel passieren, aber bisher waren nur die Notarkosten höher als angenommen.

Sohlplatte

Donnerstag war der Vermesser vor Ort, und heute am Freitag wurden schon Fundament und die Sohlplatte gegossen. Es ist kaum zu fassen wie schnell das alles geht. Wir waren in der Mittagspause kurz vor Ort und haben uns das Spektakel ein wenig angeschaut.
Zwar soweit wie möglich auf Distanz, da wir ja die Pandemie nicht unterstützen wollen. Aber ein bisschen frische Luft und der Betonmaschine (Pfälzisch, sprich: Speissmaschien) zuschauen haben wir uns gegönnt.
Beeindruckt waren wir von der Messtechnik, Da stand so ein digitales „Teil“ herum, und hat den Bauarbeitern mit dem Hand-Gegestück-Teil per Piepsignal mitgeteilt, wann die Höhe richtig ist. Als jemand der von Bau und Handwerk keine Ahnung hat war das spannend zu sehen.

Hier wird ordentlich was wegbetonniert. Insgesamt 4 Betonmischer-Laster voll wurden hier hineingegossen.

Abschluss der Bemusterung

Wir haben diese Woche auch die Nachträge der Bemusterung fertig gesichtet und noch ein paar Dinge geändert.

Der Wäscheabwurf

Den Wäscheabwurf vom Bad in den HWR haben wir doch wieder gestrichen. Ich hatte zu großen Respekt vor einem Loch in der Betondecke. Ich bade gerne in Ruhe und möchte vermeiden, dass man Lärm oder Brummen aus dem HWR später im Badezimmer hören kann.

Die Wanne

Bei der Badewanne schwankten wir zwischen der Kaldewei Classic Duo (für 2 Personen, mit Ablauf in der Mitte), und der Kaldewei Saniform Plus, jeweils in 180/80. Letztere ist quasi die Standard-Wanne, nur eine Nummer länger und breiter. Aber mit Ablauf am Fußende. Preislich haben die beiden Wannen einen gehörigen Unterschied. Die Duo war gut 450€ teurer als die Saniform. Wir haben uns gegen die Duo Wanne entschieden, jedoch nicht des Preises wegen. Ich habe viel im Internet recherchiert und man findet recht viele Stimmen die sagen, dass die Duo bei Alleinenutzung weniger bequem sei. Da sie eine Zweipersonen-Wanne ist laufen die Rückenlehnen wohl etwas steiler, was zum Liegen weniger angenehm sei. Das schien mir schlüssig. Da man eine Badewanne zu 90% der Zeit wohl eher alleine benutzt haben wir also die Saniform gewählt. Gleich groß sind sie eh. Für gemeinsame Bäder findet sich sicher eine Lösung in Form von Rückenkissen oder so.

Die Treppe & Flügeltüren

Ich kriege meine Landhaustreppe! Wuwuwuwuwuwuwu!
Geh im Verkehr spielen, olle Buchentreppe, wir kriegen die rustikalen Stufen in Eiche-gekalkt! 🙂
Außerdem haben wir bei der Doppelflügeltür zum Wohn- & Esszimmer etwas tiefer in die Tasche gegriffen und die Türen mit Lichtausschnitt und Sprossen ausgesucht.

Last Minute Verblender

Wir hatten uns vorgestern für den Klinker „Wassterstrich bunt-geflammt“ von der Firma Röben entschieden. Und waren zufrieden. Dachten wir. Wir hatten von Anfang an geschwankt zwischen dem Wasserstrich und dem Formback in bunt-geflammt, beide von Röben. In Oldenburg hatten wir bei den Musterhäusern eines für den Formback angeschaut. Ich glaube ich fand einfach das Haus hässlich – ich bin mir nicht sicher warum, aber nach dem hässlichen Musterhaus fiel der Formback für mich aus der Wahl raus.
Obwohl es der Verblender ist der auch bei unserem Kataloghaus verbaut ist. Und ich erinnere mich dunkel mal zu meinem Mann gesagt zu haben: „Falls wir den ohne Aufpreis kriegen können nehmen wir einfach den, der ist wunderschön.“.
Heute im Baugebiet haben wir die ersten Nachbarn kennengelernt – super nette Leute, alles junge Familien, so wie wir. 🙂 Schon vom Auto aus bewunderten wir, erneut, das Haus eines unserer Nachbarn. Als er uns ansprach fragten wir kurzerhand: Sag mal, was habt ihr eigentlich für einen Verblender? Der ist ja wunderschön!
Und wer sieht es kommen? Genau. Es war der Formback bunt-geflammt. Noch auf dem Weg nach Hause rief ich über Freisprecheinrichtung noch einmal unseren Bemusterer an. Ich sag‘ mal: „call of shame“. Zuerst sah es danach aus, dass der Verblender schon bestellt sei – wir hatten unsere Wahl am Tag zuvor schriftlich mitgeteilt. Aber dann: nein, vermutlich doch noch nicht. Also, ganz klein mit Hut gefragt ob wir die Wahl bitte, bitte noch mal ändern dürfen, und es sei auch bestimmt das letzte Mal.
Unserer bisherigen Erfahrung nach schreibt Tönjes & Meichsner die Kundenwünsche wirklich groß. Wir konnten das ganz unbürokratisch noch einmal abändern, obwohl die Bestellung der Verblender quasi schon „fast raus“ war. Wir sind überglücklich, ein wenig beschämt, und bekommen jetzt doch den Formback.
An dieser Stelle einen netten Gruß an den geduldigen Herrn Bemusterer, der noch nicht ausgeflippt ist obwohl er es mit einer Kundin zu tun hat, die sich schon schwer damit tut morgens ein paar Socken auszusuchen. 😉

Kleinkram

60€ mehr für hübschere Toilettenpapier-Halter. Etwas ironisch wenn man bedenkt, dass es aktuell nirgendwo Toilettenpapier zu kaufen gibt. Aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Coming soon

Nun warten wir auf Nachricht wann es weitergeht, und auf die Abrechnung der Erdarbeiten, die hoffentlich keine bösen Überraschungen birgt.
Wir haben ein Schreiben bekommen, dass aktuell alles weiter wie geplant laufen soll, wir aber damit rechnen müssen, dass es Aufgrund von Ausfällen bedingt durch CoVid19 zu Verzögerungen kommen kann.
Das kam nicht unerwartet. Wir drücken allen die Daumen – uns selber, Freunden und Familien, dem netten Team von T&M und allen Lesern des Blogs – dass wir alle gesund bleiben und auch unser Bau voranschreiten kann wie geplant.

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